Wir vergleichen die Katzen Rassen "Norwegische Waldkatze" und "Bengal" und zählen die Vorteile und Nachteile der beiden auf.

Ihr interessiert euch für Norwegische Waldkatzen oder Bengalkatzen?
Ich möchte einmal die wichtigsten Charaktereigenschaften und einige eigene Erfahrungen aufzählen:

Norwegische Waldkatze

Rasse Norweger

Ursprungsland:

Größe:

Gewicht:

Augenfarbe:

Felllänge:

Fellfarben:

Charakter:


Bewegungsdrang:

Lautstärke:


Zeitaufwand:

Pflegaufwand:

Norwegen

Groß bis sehr groß, Kopf-Schwanzlänge 100 bis 130 cm

4 bis 8 kg Katze, 5 bis 9,5 kg Kater; im Ausnahmefall auch bis 12 kg

alle Farben

Halblanghaar

alle Farben außer Chocolate, fawn, Cinnamon und Lilac

Geselligen, freundlichen, sanftes Wesen, sehr neugierig und je nach Tier recht aktiv und verspiel

hoch

Auch ihr gibt es recht ruhige Tiere oder wie unsere Jazzi echte Plaudertaschen

in Einzelhaltung hoch, in Mehrkatzen-Haushalt mittel

Mittel ab und an sollte man sie bürsten, jedoch haaren Sie sehr stark, wer also nicht permanent überall SEHR VIELE Haare haben möchte, sollte sich nicht für diese Langhaarrasse entscheiden

Bengalkatze

Rasse Bengalkatze

Ursprungsland:

Größe:

Gewicht:

Augenfarbe:

Fellänge:

Felllfarben:



Charakter:


Bewegungsdrang:

Lautstärke:


Zeitaufwand:


Pflegaufwand:

USA

Mittel bis groß, Schulterhöhe bis 40 cm, Kopf-Schwanz Länge bis 120 cm

3 bis 4 kg Katze, 5 bis 8 kg Kater

Gold, braun, blau oder grün

Kurzhaar bis Halblanghaar

Brown Tabby, Seal Sepia Tabby, Seal Mink Tabby, Seal Lynx Point, Black Silver Tabby, seal Silver, Sepia Tabby, Seal Silver mink tabby, Seal Silver Lynx Point. In Spotted und Marbled Muster.

Sehr Temperament voll und aktiv, gerne bei ihren Menschen, ähneln vom Charakter eher Hunden

sehr hoch

hoch

Bei Freigang oder Haus mit gesichertem Freigang sicher mittel, bei reiner Wohnungshaltung sehr hoch, da man genügend Beschäftigung oder Freigang an der Leine anbieten sollte

Mittel ab und an sollte man sie bürsten, jedoch haaren Sie sehr stark, wer also nicht permanent überall SEHR VIELE Haare haben möchte, sollte sich nicht für diese Langhaarrasse entscheiden

Ihr liebäugelt mit der aktiven Bengalkatze?

Dann solltet ihr euch zuvor folgende Fragen stellen:

  • Bin ich bereit mind. 2 Katzen ein Zuhause zu geben, man sollte damit rechnen, dass man zu einem aktiven Kitten mindestens eine 2. sehr aktive Katze braucht (am besten wohl auch ein Kitten)
  • Habe ich mehrere Stunden Zeit mich am Tag mit den Katzen zu beschäftigen? Kann ich genug Auslastung bieten? Gassi gehen, Laufrad, spielen. Meine Kitten können 4 Stunden spielen und beschäftigt werden und sie sind immer noch nicht müde.
  • Meine Bengalen sind sehr anhänglich, sie folgen mir fast ständig. Allein auf Toilette gehen ist nicht mehr möglich. Teilweise kommt es vor, dass mir dabei eine auf dem Schoß liegt und die andere im Nacken sitzt. Sobald ich die Türe schließe wird dann so lange miaut und an der Tür gekratzt, bis ich wieder da bin.
  • Kann ich damit leben zeitweise völlig zerkratzt und jeden Tag mit blutigen Spuren zu beenden, besonders bei kleinen Kindern könnte dies schwierig sein.
  • Kann ich die Katze konsequent erziehen und auch Grenzen aufzeigen?
  • Man sollte damit rechnen das einige Sachen im Haushalt kaputt gehen, Kabel angekaut werden, zerbrechliches runtergeschmissen wird, Klopapier, Küchenrolle, Spielzeug innerhalb kürzester Zeit geschreddert ist, Tapete und Vorhänge leiden.
  • Ist es mir möglich diese Artgerecht zu füttern (hochwertiges Nassfutter oder Barf), auch anfallende Tierarztkosten abzudecken?
  • Es kann auch sein, dass die Katze viel miaut, es folgen Schlaflose Nächte, genervte Nachbarn usw.
  • Wer kümmert sich während des Urlaubes oder Krankheit um die Tiere?


Die oben genannten Fragen beinhalten die sehr temperamentvollen Züge der Rasse, sicher gibt es ältere und allgemein ruhigere Tiere. Man sollte aber auch mit diesen Punkten rechnen und leben können.
Niemandem ist geholfen, wenn man die Katze nach kurzer Zeit wieder abgeben muss oder sich übernimmt.
Die Rasse ist einfach sehr aktiv, sehr intelligent und kann aber auch sehr anhänglich und Menschen bezogen sein. Gassi gehen ist mit dem geeigneten Tier so auch sehr gut möglich und sie erinnern teilweise eher an Hunde.

Absoluten Katzenanfängern würde ich die Rasse eher weniger empfehlen, außer sie haben einen großen gesicherten Freigang, bringen einiges an Zeit und Geduld mit.

Die Rasse ist toll, keine Frage und jedes Tier sehr individuell. Meine Erfahrungen müssen nicht auf jede Katze zutreffen. Außerdem wird es große Unterschiede bezüglich des Alters und Entwicklung der Tiere geben. Ein Kitten ist anders wie eine ältere gemütliche Katze. Genauso haben Kleinkinder andere Bedürfnisse wie Erwachsene.

Allerdings sollte man sich den Kauf schon gut überlegen. Und auf seriöse Züchter achten.
Bitte geht sicher, dass die Eltern auf Erbkrankheiten geprüft sind, ihr einen Stammbaum für die Katze erhaltet und diese geimpft evtl. auch gechipt ist. Zusätzlich wäre es gut, wenn ihr ein aktuelles Kotprofil erhaltet. Daraus kann man erkennen, dass die Katze keine Würmer oder Parasiten hat. Aussagen wie „die Katze ist entwurmt“ helfen euch nicht, wenn ihr ein Tier mit z.B. Giardien aufnehmt. Dies ist ein sehr hartnäckiger Darmparasit, welchen man mit einer einfachen Wurmkur überhaupt nicht los bekommt. Wenn ihr euch ein krankes Tier zu schon vorhanden Tieren holt, könnten die sich ebenfalls anstecken.
Außerdem habe ich schon von vielen gelesen, welche Tiere bei so genannten „Vermehrern“ gekauft haben, dass die Tiere nun krank sind oder auch gerade bei Bengalen eine Herzkrankheit haben. So können die Tierarztkosten schnell ins unermessliche steigen.
Wer das Geld für eine „teure“ Rassekatze vom seriösen Züchter nicht aufbringen kann oder nur sehr schwer dem würde ich von einem solchen Tier abraten.

Falls ihr ein erwachsenen Tier sucht könnt ihr auch einmal bei verschiedenen Facebook Gruppen vorbeischauen z.B. „Bengalen in Not“.
Wer nun sagt:
„Warum muss es überhaupt eine Rassekatze sein und nicht einfach ein Tier aus dem Tierschutz?“ Dieser Einwand stimmt natürlich und ein Blick ins Tierheim lohnt sich ebenfalls.
Am Ende ist das aber immer eine individuelle Entscheidung und jeder muss dies für sich entscheiden.

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