Zum Thema Katzen vergesellschaften kann man im Internet ebenfalls sehr viel lesen.
Es gibt die einen, welche die Katzen einfach zusammensetzen. Andere wiederrum lassen die neue Katze in der Box von den bereits vorhandenen Katzen beschnuppern.
Die Beste Lösung ist wohl, dass alle beteiligten Katzen einen separaten Raum haben und sich durch ein Gitter getrennt kennenlernen können. Wir haben uns in diesem Fall mit einem provisorischen Gitter verholfen.
Sicherlich kann man da auch noch einiges besser machen. Am Ende habe ich mir das ganze wohl auch etwas einfacher vorgestellt. Da meine Norweger sehr entspannte Katzen sind, welche gut sozialisiert sind und bereits im Kittenalter mit bis zu 10 Katzen aufwuchsen. Auch später sind sie auch schon einmal auf ein anderes erwachsenes Tier ohne Probleme getroffen.

Im Folgenden Video seht ihr die ersten Tage der Vergesellschaftung unsere 2 Norwegischen Waldkatzen und dem Bengal Kätzchen Yuki.

Leider mussten wir auch noch nach ca. 2 Monate feststellen, dass es nicht grade optimal läuft.
Yuki wollte immer mehr spielen und wurde immer frecher, worauf die großen Katzen keine Lust hatten. Selbst Jazzi, welche sonst immer ihre Schwester jagte und toben wollte hatte kein Interesse mit Yuki zu spielen. Im Gegenteil, es gab so immer Häufiger „Streit“ und Konflikte.

Einige Beispiele dazu in diesem Video:

Wir haben vieles versucht, über Clicker Training, Leckerlies, Feliway bis hin zum Gassi gehen und genügend Spieleinheiten und Auslastungen für Yuki. Ich bin zu dieser Zeit täglich mit ihr 1-2 Stunden raus gegangen, danach war sie natürlich müde und es gab keine Probleme.
In den 4 Wochen mit Feliway „Friends“ konnte ich persönlich keinen Unterschied feststellen. Eventuell müsste man es länger nehmen oder es hilft eben nicht allen Katzen.
Ich habe in der Zeit auch viel im Internet gelesen, mir in Foren und Gruppen Rat geholt und auch mindestens mit 10 Züchtern gesprochen.
Sehr oft bekam ich den Rat, dass ich ein weiteres Kitten dazu holen soll, damit die beiden kleinen spielen können und die erwachsenen Katzen nicht mehr so genervt werden.
Klar wären die auch immer noch genervt, wenn die kleinen mal zu wild spielen usw.
Aber es macht schon einen Unterschied, ob man genervt ist, weil um einen rumgetobt wird oder ob man direkt genervt wird, indem man angesprungen wird.

Nach vielen Überlegungen und Recherchen haben wir uns für eine 4. Katze entschieden.
Warum wir das nicht gleich gemacht haben? Weil zuvor niemand 100% sagen konnte wie es überhaupt läuft. Es gibt genügend Gruppen, da geht es mit 3 Katzen gut. Da ich nicht helsehen kann bleibt mir leider nichts anderes übrig als es zu versuchen und meine Erfahrungen zu sammeln. Zusätzlich muss man natürlich bedenken, dass jede einzelne Katze ihre Zeit, Aufmerksamkeit, Platzbedarf und natürlich somit auch verbundene Kosten mit sich bringt. Dessen sollte man sich bewusst sein und das auch leisten können.

Natürlich gibt es auch immer viel Kritiker bei der ganzen Sache und Leute, welche es besser machen würden. Aber bevor man leichtfertig sich seine Meinung bildet, sollte man auch bedenken, dass man nie alle Faktoren und privaten Lebensumstände kennt. Ohne diese kann man vll. gar nicht einschätzen warum wir manche Entscheidung getroffen haben oder sie so umgesetzt wurden. Natürlich sind wir auch immer über konstruktive Tipps und Ratschläge dankbar.

So aber nun genug vom Texten im Folgenden Beitrag seht ihr unseren kleinen Snow Bengalkater Jascha:
Ein neues Familienmitglied

2 Gedanken zu „Katzen Vergesellschaftung“

  1. Hallo,
    vielen Dank für Ihre Nachricht.
    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und ihnen das schreiben, was ich tun würde. Ob das immer richtig ist, kann man nie wissen, da jede Katze und Situation sowieso individuell ist.
    Die neue Katze würde ich erstmal ganz in Ruhe ankommen lassen und bei ihnen die Etage erkunden. Ich denke die neuen Eindrücke sind sowieso erstmal sehr viel für die kleine Katze. Geben Sie ihr Zeit, sich an Sie und Ihre Wohnung zu gewöhnen. Die untere Etage würde ich erst später freigeben. Das Gitter ist sicher eine gute Idee und man kann damit die Katzen in Ruhe zusammenführen. Das mit der Decke zum Schnuppern ist auch eine sehr gute Idee, das würde ich ebenfalls nutzen.
    Ich musste die Erfahrung machen, dass ein Kitten am Besten eine gleich aktive Katze bzw. viel mehr ein weiteres Kitten benötigt. Sie sind sehr aktiv und wollen viel spielen. Ich befürchte, dass die anderen Katzen bei Ihnen davon auch genervt sein könnten.
    Da Sie Freigangs anbieten können haben die Katzen immerhin die Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen. Eventuell sollten Sie das ganze beobachten. Wenn die kleine Katze am Ende wirklich eher kaum bis keinen Kontakt zu den anderen Katzen hat und niemanden zum Spielen und Toben hat, wäre ein weiteres Kitten wohl sehr schön und ratsam.
    Natürlich wird die kleine Katze auch älter, kann später erst an der Leine und dann alleine raus gehen. Aber was ist bist dahin? Ich könnte mir vorstellen Sie vermisst die Interaktion und Kommunikation mit anderen Katzen. Aktuell ist Sie von dem Muttertier, Geschwistern und vermutlich weiteren Katzen umgeben.
    Für die kleine Katze wäre es vermutlich schöner, wenn Sie direkt ein Geschwisterchen mitnehmen. Am Ende ist und bleibt das Ihre Entscheidung. Niemand kann vorher genau sagen, wie die anderen Katzen reagieren und wie sich alles entwickelt. Diese Entscheidung muss gut überlegt sein. Schließlich spielen hier auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Ob andere sie für verrückt erklären oder nicht, naja das ist bei mir wohl nicht anders. Aber ich lebe hier mit meinen Katzen, ich sehe ihr Verhalten, kenne sie und sehe auch ob es ihnen gut geht oder ihnen etwas fehlt. Ich hatte auch nie vor mir eine 4. Katze zu holen, am Ende war es aber trotzdem die richtige Entscheidung.
    Vor allem wenn die kleinen Katzen längere Zeit auch mal alleine bei Ihnen in der Wohnung sind ist ein paar umso ratsamer.
    Was den Kauf des Kätzchens betrifft. Bitte kaufen Sie dieses unbedingt bei einem seriösem Züchter. Die Katze sollte unbedingt einen Stammbaum besitzen, geimpft sein und am besten liegt auch eine aktuelle Kontrolle des Kots vor. Als ich meine 2. Bengalkatze gekauft habe, dachte ich auch es reicht, wenn die Katzen entwurmt sind, dann kann ja nichts sein. Leider wurde ich eines Besseren belehrt. Der kleine hatte Giardien (ein Darmparasit) und ich musste am Ende innerhalb von 15 Tagen, über 60 Tabletten an meine 4 Katzen verteilen, die Wohnung jeden Tag desinfizieren und die ganzen Kissen und alles über 60 Grad waschen. Sie können sich den Aufwand vorstellen.
    Ich habe ihn ansich bei einem serösen Züchter gekauft, er hatte ebenfalls einen Stammbaum und die Eltern waren auf Erbkrankheiten getestet. Bitte lassen Sie sich auch davon unbedingt Unterlagen zeigen und belesen Sie sich im Internet. Das wirkt vll. erstmal übertrieben und Katzen mit diesen ganzen Papieren und Vorlagen sind teurer. Aber Bengalen können oft Probleme mit dem Herzen usw. haben. Diese Krankheiten werden vererbt und es entstehen Tierarztkosten von mehreren tausend Euro und man hat im blödesten Fall eine dauerhaft kranke Katze.
    Später würde ich die Katze auch chippen lassen. Wenn sie aus irgendeinem Grund einmal wegkommt, haben Sie so immer noch die Möglichkeit, dass sie gefunden wird und der Besitzer ermittelt, werden kann.
    Ob ich eine Katze an der Hauptstraße herauslassen würde, weiß ich nicht, das muss wohl jeder für sich entscheiden.
    Ich hoffe ich konnte Ihnen weiter helfen und würde mich freuen, wenn Sie mir noch einmal mitteilen, wie die Vergesellschaftung und alles geklappt hat.
    Über Fotos freue ich mich natürlich auch immer.

    Liebe Grüße
    Katharina

  2. Hallo,

    Ich heiße Raimund und da ich am Wochenende einen Bengalkitten einen Bub abhole und mich Information einhole, bin ich zufällig auf eure Homepage gestoßen.

    Habe mir gerade die 2 Videos angesehen mit Erwachsenen das Zusammentreffen. Wir haben 2 ganz normale ausgewachsene Hauskatzen. Eine ist sehr lieb, zutraulich, relaxt. Die andere scheu und man sieht die nur in der früh beim fressen oder abends das war’s. Die eine Katze was relaxt liebevoll ist die möchte ich mehr und mehr zusammen führen. Ich kann echt nicht sagen wie es wird. Kann gut sein das die erwachsene Katze das Kitten komplett ignoriert und so genervt ist das die nicht mal mehr ins Haus kommt. Oder das Gegenteil kann auch passieren.

    Wir haben 2 Familienhaus und der Bengale lebt bei mir oben im OG. Im EG Leben meine Eltern und wenn ich arbeiten gehe dann möchte ich das die Katze auch runtergeht wo meine Eltern sind wie Neffe, Nichte die noch Kinder sind und meine Schwester ist auch da wie der Schwager auf Besuch.

    Soll ich das auch so machen wie sie mit einem provisorischen Zaun im Haus wo das erste Treffen stattfindet? Oder jedem seine Decke dem anderen geben zum beschnuppern für‘s erste.

    Da wir am Land draußen leben soll die Katze auch rausgehen können. Hier möchte ich zuerst wie sie mit einem Brustgeschirr + lange Leine anfangen das er sich gewöhnen kann bei unserem Umfeld. Wir haben genug Grünfläche wo er sich austoben kann. Den Wald meide ich. Bei uns geht auch die Hauptstraße vorbei. Das ist auch so eine Sache. Die Hauskatze ist das mehr oder weniger egal die sitzt auch ganz alleine vor der Tür und hält wache.

    Ach ja, eigentlich möchte ich kein Bengalkitten Paar holen sondern nur diesen einem. Platz hätten wir zwar schon, aber meine Nachbarn wie meine Eltern würden sicher denken oder sagen jetzt spinnt er schon total und der Haus Segen soll nicht schief hängen. Wo ich den Bengalkitten abhole die hat sicher noch weiter kleine Kitten. Jetzt stelle ich mich die Frage besser ein Paar damit sie sich alleine auch unterhalten können oder hat dies nichts damit zu tun? Muss man chippen? Die haben 1 Impfung bekommen und glaube entwurmt auch. Mehr nicht.

    Vielleicht können sie mir Rat wie Tipps geben.

    Viele Grüße

    Raimund

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.